Wahl der Autoreifen für Elektroauto, Plug-In-Hybride und Co.: Eigenschaften und Kriterien

Titelbild Autoreifen SchneckeAls die direkte Kontaktstelle zur Fahrbahn haben die Reifen einen erheblichen Einfluss auf das Fahrverhalten und den Verbrauch. Der Wahl des richtigen Reifens kommt daher eine wichtige Bedeutung zu. Die Pneus sind in Abhängigkeit der Witterungen und Jahreszeit auszuwählen. Während die Sommerreifen in der warmen Jahreszeit optimale Fahreigenschaften bieten, erfordern die kalten Monate den Einsatz von den Winterreifen. Die Allwetterreifen versprechen einen Kompromiss aus den beiden Reifenarten. Mit dem zunehmenden Markt für Elektro- und Hybridfahrzeuge verbreiten sich auch innovative Reifen, die speziell auf die Anforderungen der alternativen Antriebstechniken ausgelegt sind.

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Alternative Antriebe: Reifen für Elektro- und Hybrid-Fahrzeuge

Die Elektromobilität ist auf das Umweltbewusstsein und die Energieeffizienz ausgelegt. Ebenso ist es ein Ziel, die Reichweite immer weiter zu erhöhen. Die Reifenhersteller legen bei diesen Fahrzeugen daher Wert auf einen geringen Rollwiderstand. Auch der Bremsweg und der Energieverbrauch hängen direkt mit der Reifenbeschaffenheit zusammen. Zu den Vorreitern solch optimierter Reifen gehören der Michelin-Energy-Reifen sowie der Continental EcoContact.

Verglichen mit den herkömmlichen Reifen zeichnen sich die Reifen für die Elektrofahrzeuge auch durch leichtere Bauweise, neuartige Profile (Leichtlaufreifen) und häufig durch andere Dimensionen aus. Der Rollwiderstand fällt dabei um bis zu 30 Prozent geringer aus. Die Sicherheitsstandards entsprechen dabei denen regulärer Reifen.

Sommerreifen und Winterreifen: Eigenschaften und Unterschiede

Die Autoreifen unterscheiden sich im Hinblick auf die Größe, das Material und die Beschaffenheit. Grundsätzlich sind das Profil, die Gummimischung sowie die Lamellen ausschlaggebend für eine Einordnung als Sommerreifen, Winterreifen oder Ganzjahres- beziehungsweise Allwetterreifen.

Bei Sommerreifen handelt es sich um eine Gummimischung, die auf den hohen sommerlichen Temperaturen ausgelegt sind. Auch auf heißem Asphalt wird dieser Gummi nicht zu weich. Die Abnutzung ist auch bei hohen Geschwindigkeiten gering. Eine große Auswahl an Sommerreifen für verschiedene Ansprüche finden die Autofahrer in der Kategorie der Sommerreifen bei oponeo.de. Ein Nachteil der Sommerpneus ist die geringere Eignung für schlechte Witterungsverhältnisse und kühlere Temperaturen im den Wintermonaten.

Die Winterreifen verfügen in erster Linie über ein höheres Profil. Dies gewährleistet eine bessere Haftung auf den Untergründen wie Schnee und Eis. Ebenso sind Winterreifen mit mehr Lamellen versehen, die den Grip bei winterlichen Witterungsbedingungen nochmals verbessern. Auch die Gummimischung ist eine andere als bei Sommerreifen. Durch einen höheren Kautschukanteil bleiben die Winterreifen auch im Falle kühlerer Temperaturen möglichst weich und geschmeidig.

Reifenwechsel Sommerreifen Winterreifen

Reifenwechsel: Dank der Ganzjahresreifen könnte der Wechsel von Autoreifen vor dem Sommer bzw. Winter für bestimmte Fahrergruppen entfallen

Ganzjahresreifen als Alternative: Vorteile und Nachteile

Grundsätzlich stellen die Allwetterreifen eine Art von Winterreifen dar, die jedoch auch im Sommer gefahren werden dürfen und können. Sie tragen eine bestimmte Kennzeichnung. Bislang waren die Kürzel M und S geläufig (beispielsweise in Form von M&S oder M+S). Nun hat der Gesetzgeber als einheitliche Kennzeichnung für die wintertaugliche Reifen das Schneeflocken- oder Alpine-Symbol festgelegt.

Alpinsymbol Winterreifen Kennzeichnung

Kennzeichnung für Winterreifen: An dem Bergpiktogramm mit einer Schneeflocke kann man einen winterfähigen Autoreifen erkennen

Die Allwetterreifen lassen sich ganzjährig nutzen, wodurch der Montageaufwand für die saisonalen Reifen entfällt. Auch die Problematik der Lagerung der Sommer- oder Winterreifen, während diese nicht genutzt werden, tritt bei den Ganzjahresreifen nicht auf. Ein Nachteil besteht in ihrer schnelleren Abnutzung beim Einsatz im Sommer. Ihre weichere Gummimischung sorgt für einen höheren Abrieb verglichen mit Sommerreifen. Dadurch steigt auch der Spritverbrauch.

Die GTÜ (Gesellschaft für Technische Überwachung) empfiehlt die Nutzung der Allwetterreifen beziehungsweise der Ganzjahresreifen für kleinere Fahrzeuge sowie für Fahrten, die überwiegend Kurzstrecken beinhalten oder im städtischen Bereich erfolgen. Wer größere oder schnellere Wagen fährt, dem empfiehlt die GTÜ weiterhin den saisonalen Wechsel. Nur dann sind die Eigenschaften wie die exakte Lenkreaktion und der geringere Verschleiß im Sommer gegeben.

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