Wallbox Vergleich: Empfehlenswerte Wandladestationen im Test vom ADAC

Elektroauto AufladenEin großer Vorteil von den Elektroautos und den Plug-In-Hybridautos ist, dass ihre Batterie auch zu Hause während der Standzeit und über die Nacht wieder aufgeladen werden kann. An einer einfachen Haushaltssteckdose mit der maximalen Ladeleistung von 2,3 kW bei 230 Volt und 10 Ampere kann dieser Vorgang aber unnötig lange dauern, zudem sind diese konstruktiv nicht für eine über mehrere Stunden dauerhafte Belastung mit den sehr hohen Strömen ausgelegt. Eine komfortablere und sicherere Lösung bietet hier eine Wandladestation, eine sogenannte Wallbox, die in der eigenen Garage beziehungsweise an dem Haus angebracht wird.

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Empfehlenswerte Wallboxen aus dem ADAC Test

  • Leistungsklasse 4,6 kW – KEBA KeContact P30
  • Leistungsklasse 11 kW – ABL eMH1
  • Leistungsklasse 22 kW – MENNEKES AMTRON Xtra 22 C2

12 Wandladestationen im ADAC Test 2018

Der Verkehrsclub ADAC testete im Dezember 2018 zwölf Wallboxen mit den Ladeleistungen zwischen 3,7 kW und 22 kW. Dabei wurde untersucht, wie zuverlässig die Geräte beim Laden arbeiten und wie sicher sowie einfach sie sich bedienen lassen. Erfreulicherweise schnitten neben dem Testsieger weitere zwei der Testteilnehmer mit der Note „sehr gut“ ab und erwiesen sich so aus der Sicht des Automobilclubs als uneingeschränkt empfehlenswert.

Wallbox Vergleich – Die besten Ladestationen im Test

KEBA KeContact P30 ABL eMH1 MENNEKES AMTRON Xtra 22 C2
ADAC Urteil 1,3 1,0 1,4
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Leistungsklasse 4,6 kW (1-phasig) 11 kW (3-phasig) 22 kW (3-phasig)
Nennspannung 230 V 230/400 V 230/400 V
Nennstrom 20 A 16 A 32 A
Energiezähler nein nein ja
Vernetzung nein nein App Steuerung
Ladekabel nein ca. 5 m ca. 7,5 m
Vorteile – zuverlässig
– sehr einfache Bedienung
– sicher
– zuverlässig
– sehr einfache Bedienung
– fest angebrachtes Ladekabel
– keine Zusatzkosten
– sicher
– zuverlässig
– relativ einfache Bedienung
– fest angebrachtes Ladekabel
– App-Steuerung möglich
– Ladeleistung über App einstellbar
– keine Zusatzkosten
Nachteile – Zusatzkosten durch FI Typ A (20-40 Euro) – Stecker nicht optimal in der Aufnahme fixiert – Montage und Installation recht aufwändig
– integrierter Energiezähler schlecht ablesbar

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KEBA KeContact P30 – Note 1,3

Die KeContact P30 ist die dritte Generation der Wallboxen von dem Hersteller KEBA. Das e-series Gerät bildet dabei mit der Leistung von bis zu 4,6 kW (1-phasig mit bis max. 20 A) das Einstiegsmodell. Die Wandladestation von KEBA ist in erster Linie für den privaten Bereich konzipiert. Für den Betrieb ist eine Online-Anbindung nicht nötig, die Softwareupdates können über die USB- oder die Ethernet-Schnittstelle durchgeführt werden. Der Hersteller hat außerdem weitere Wallboxen mit einer Ladeleistung von bis zu 22 kW und den zusätzlichen Funktionen im Angebot.

ABL eMH1 – Testsieger mit Note 1,0

Die ABL eMH1 Baureihe ist für die Benutzung in dem privaten und dem halböffentlichen Bereich gedacht. Der Testsieger mit 11 kW unter den geprüften Wallboxen ist sowohl für den Einsatz in der Garage als auch für den Außenbereich dank der Schutzart nach IP54 und den möglichen Betrieb bei den Umgebungstemperaturen von -30 bis +50 °C geeignet. Alternativ zu der Wandladestation mit einem festmontiertem Ladekabel ist die ABL eMH1 mit einer Ladesteckdose Typ 2 erhältlich. Der Hersteller bietet zudem neben den Wallboxen mit 3,7 kW bis 22 kW Ladeleistung ebenfalls Ladesäulen an.

MENNEKES AMTRON Xtra 22 C2 – Note 1,4

Die MENNEKES AMTRON Xtra 22 C2 ermöglicht das Laden von den Elektroautos und den Plug-In-Hybridautos mit bis zu 22 kW Leistung. Das Gehäuse der Wandladestation ist nach der Schutzart IP44 zertifiziert. Ein geeichter digitaler Energiezähler informiert über die Menge der geladenen Energie. Mit der MENNEKES Charge App kann der Nutzer den Systemstatus und die Statistik anzeigen lassen sowie das zeitgesteuerte oder netzgesteuerte Laden einstellen. Die Vernetzung der Wallbox zu der Charge App kann per WLAN oder via LAN über das Heimnetzwerk stattfinden. Neben Wandladestationen hat der Hersteller MENNEKES auch Ladesäulen im Portfolio.

Was ist eine Wallbox?

Eine Wallbox ist eine Ladestation für das Zuhause, die an der Wand befestigt wird und eine Lademöglichkeit für ein Elektroauto beziehungsweise ein Plug-In-Hybridauto bietet. Eine Wallbox ist eher für den privaten Einsatz in der eigenen Garage oder am eigenen Haus konzipiert. Zwar können die Elektrofahrzeuge daheim auch an einer Haushaltsteckdose aufgeladen werden, diese sind aber nicht darauf ausgelegt, über einen längeren Zeitraum unter einer Dauerbelastung mit den sehr hohen Strömen zu stehen, was die Notwendigkeit von einer Wandladestation erklärt. Neben dem Laden selbst können die Wallboxen weitere nützliche Funktionen, wie beispielsweise einen Stromzähler oder die Steuerung per Smartphone-App, bieten.

Was ist beim Kauf einer Wallbox zu beachten?

Eine Wallbox sollte über eine genormte Steckverbindung verfügen, die Möglichkeit der standardisierten Kommunikation mit dem Fahrzeug bieten und mithilfe eines elektrischen Schalters bedienbar sein. Wünschenswert ist, dass die notwendigen elektrischen Schutzeinrichtungen gegen die Gleich- und Wechselstromfehler bereits in dem Gerät verbaut sind, sonst müssen sie in der Hausinstallation nachgeholt werden. Für die Inbetriebnahme, die unbedingt durch eine Elektrofachkraft durchgeführt werden muss, und die eventuell notwendige weitere Hardware ist mit zusätzlichen Kosten zu rechnen.

Der Automobilclub ADAC rät derzeit bei einem Kauf zu einer universellen Wallbox mit 11 kW Ladeleistung sowie 3 Phasen, mit der möglichst alle Elektroautos beziehungsweise Plug-In-Hybridautos aufladbar sind, und einem fest installierten Kabel für mehr Komfort. So kann zum Beispiel mit einer Wallbox wie dem Testsieger ABL eMH1 der Nissan Leaf (1-phasig mit 3,7 kW), der VW e-Golf (2-phasig mit 7,4 kW) und der Renault Zoe (3-phasig mit 11 kW) geladen werden.

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