Notwendigkeit des Fortschritts – Erdölknappheit

titelbild_erdoel_oelfoerderungDas Erdöl ist weltweit der bedeutungsvollste Energieträger und für sämtliche Transportsysteme von großer Wichtigkeit. Es wird für die Herstellung von Benzin- und Dieseltreibstoff, die in konventionellen Verbrennungsmotoren eingesetzt werden, benötigt. Eine Tonne Erdöl ergibt 330 Liter Benzin und 430 Liter Diesel. Der Transportsektor war im Jahr 2005 mit 49 Prozent der größte Ölverbraucher und dessen Anteil wird voraussichtlich auf 52 Prozent im Jahr 2030 steigen, wie die Abbildung unterhalb veranschaulicht.

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Verteilung des weltweiten Erdölverbrauchs nach Sektor

Doch wie andere fossile Rohstoffe ist auch Erdöl endlich. Die globale statische Reichweite* wird heute mit 40 bis 42 Jahren beziffert. Durch den technologischen Fortschritt nehmen die Reserven vom Erdöl tendenziell zu, dennoch darf man nicht außer Acht lassen, dass trotzdem dessen Ressourcen** endlich sind. Es ist weiterhin anzunehmen, dass das Ölfördermaximum im Jahr 2006 erreicht wurde. Die folgende Abbildung zeigt die weltweite Erdölförderung seit dem Jahr 1945. Nach mehreren Quellen ist im Jahr 2030 mit einer Versorgungslücke durch den Rückgang der Ölförderung zu rechnen.

Weltweite Erdölförderung seit 1945

Die zunehmende Knappheit wird nicht allein durch die Endlichkeit dieses Rohstoffes verursacht. Einerseits gefährden politische Unruhen und Sicherheitsprobleme in den ölfördernden Ländern die Versorgungssicherheit, da sich beispielsweise ca. 62 Prozent der weltweiten Reserven im Nahen Osten befinden (folgende Abbildung). Andererseits steigt der Erdölpreis durch wachsende Nachfrage und spekulative Märkte. Es gilt also für die Zukunft, die Abhängigkeit der Mobilität von Erdöl zu verringern oder gänzlich zu vermeiden.

Gesamtpotenzial konventionelles Erdöl im Jahr 2007

* Statische Reichweite zeigt das Verhältnis der derzeitig technisch und wirtschaftlich gewinnbaren Reserven eines Rohstoffes und dessen jährlichen Fördermenge.

** Im Gegensatz zu Reserven, geben Ressourcen nachgewiesene, aber derzeit technisch und/oder wirtschaftlich nicht gewinnbare sowie nicht nachgewiesene, aber geologisch mögliche, künftig gewinnbare Mengen an Energierohstoffen an

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