Hybridantrieb – Paralleler Hybrid

titelbild_toyota_priusBei einem parallelen Hybrid können der Verbrennungsmotor und der Elektromotor unabhängig voneinander arbeiten. Die Anordnung der Antriebe wird in der folgenden Abbildung grafisch dargestellt. Der parallele Hybrid wird nach Mikro-, Mild- und Voll-Hybrid klassifiziert. Der Antrieb kann so entweder rein elektrisch, konventionell durch den Verbrennungsmotor oder auch durch beide Motoren gleichzeitig stattfinden.

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Parallele Anordnung eines Hybridantriebes

Bei einem Mikro-Hybrid ist kein rein elektrischer Antrieb möglich. Der Elektromotor leistet bei einer Versorgungsspannung von 12 Volt bis zu 6 kW und wird im Wesentlichen zum Starten des Antriebsverbrennungsmotors benutzt, die so genannte Start-Stopp-Automatik. Zudem ist durch den zusätzlichen Elektromotor die Rückgewinnung der Bremsenergie (Rekuperation) möglich. Die Zusatzkosten für den Mikro-Hybrid belaufen sich auf 300 bis 800 Euro. Die Kraftstoffersparnis beträgt zwischen 3 und 6 Prozent.

In einem Mild-Hybrid-System bringt der Elektromotor eine Leistung zwischen 6 und 20 kW bei einer Versorgungsspannung von 42 bis 144 Volt. Zusätzlich zu den Funktionen der Start-Stopp-Automatik und der Rekuperation unterstützt hier der Elektromotor den Verbrennungsmotor beim Anfahren und beim Beschleunigen. Bei zusätzlichen Kosten von 1.000 bis 2.000 Euro ermöglicht ein Mild-Hybrid eine Kraftstoffeinsparung zwischen 10 und 20 Prozent. Auch hier ist kein reiner elektrischer Antrieb möglich.

Der Elektromotor in einem Voll-Hybrid leistet mehr als 40 kW bei einer Versorgungsspannung von 250 Volt. Er dient hier einerseits der Drehmomentabsicherung des Verbrennungsmotors, andererseits ist auch der rein elektrische Antrieb möglich, wodurch 30 bis 40 Prozent des Kraftstoffes eingespart werden können. Ein Voll-Hybrid-System verursacht Mehrkosten in Höhe zwischen 4.000 und 8.000 Euro.

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