Vergleich von Treibstoffen und Antriebssystemen – Teil 4/6

titelbild_auspuff_abgasKohlenstoffdioxid (CO2) zählt zu den Treibhausgasen, die zum Treibhauseffekt beitragen und sowohl einen natürlichen als auch einen anthropogenen Ursprung haben können. Sie absorbieren einen Teil der vom Boden abgegebenen Infrarotstrahlung. Die Emissionen aus menschlicher Aktivität haben die Konzentration von CO2 in der Erdatmosphäre seit Beginn der Industrialisierung von 280 ppm um knapp 40 % auf 390 ppm (2011) ansteigen lassen. Damit ist die gegenwärtige Konzentration höher als in den letzten 800.000 Jahren, wahrscheinlich auch höher als in den letzten 20 Mio. Jahren.

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Kohlenstoffdioxid entsteht u.a. bei der Verbrennung fossiler Energieträger (Verkehr, Heizen, Stromerzeugung, Industrie). Der weltweite anthropogene CO2-Ausstoß betrug im Jahr 2011 ca. 36.000.000.000 Tonnen (36 GT) und macht etwa 65 % des gesamten Ausstoßes des CO2 aus. An den direkten CO2-Emissionen des gesamten Verkehrsbereichs hat der Straßenverkehr in Deutschland einen Anteil von 85 %, der Pkw-Verkehr 60 %. Somit kommt dem Pkw eine große Bedeutung bei der Verringerung der CO2-Emissionen zu.

Trotz sparsamerer Motoren und der Verwendung von Bio-Kraftstoff stiegen 2010 die CO2-Emissionen im Straßenverkehr wieder an. Insgesamt stießen Lkw und Pkw 145,4 Millionen Tonnen des Klimagases aus. In offiziellen Statistiken werden nur die direkten CO2-Emissionen dargestellt, die bei der Verbrennung der Kraftstoffe anfallen. Sogenannte „Tank to Wheel“ (TTW) Emissionen. Die Kette der klimaschädlichen Emissionen beginnt aber schon bei der Gewinnung und Verarbeitung der Rohstoffe, die zu Kraftstoffen konvertiert und zu den Zapfsäulen oder E-Ladestation transportiert werden müssen.

In der folgenden Abbildung werden auch die indirekten CO2-Emissionen dargestellt, die „Well to Wheel“ (WTW) Situation beschreiben.

WTW CO2-Emissionen von unterschiedlichen Antrieben am Beispiel vom smart fortwo

WTW CO2-Emissionen von unterschiedlichen Antrieben am Beispiel vom smart fortwo

Die indirekten oder „grauen“ CO2-Emissionen, die bei der Herstellung von Kraftstoffen entstehen, müssen zu den direkten Emissionen addiert werden, da sie genau wie diese durch den Verbrauch verursacht werden. Für die Atmosphäre und das Klima spielt es keine Rolle, in welchem Land, bei welcher Vorkette CO2-Emissionen in die Erdatmosphäre freigesetzt werden. Gerade auf dem Gebiet der grauen CO2-Emissionen hat sich Anfang der 90er Jahre eine Trendwende vollzogen. Das Volumen der fossilen Rohstoffimporte (Öl, Gas, Kohle) ist im Zeitraum von 1985 – 2010 um rund 60 % angewachsen.

Autor: Bernhard Ahlers

Vergleich von Treibstoffen und Antriebssystemen

Über den Autor:
Bernhard Ahlers betreibt seit dem Jahr 2001 eigene Forschung, Entwicklung und Projektplanung im Bereich der regenerativen Energien, insbesondere neuer Technologien für die Produktion von Biokraftstoffen. Im Jahr 2012 wurde im Namen von Bernhard Ahlers ein Patent unter dem Titel „Biokraftstoff der 3. Generation auf Basis von div. Agrarprodukten ohne Flächen- und Lebensmittelkonkurrenz“ eingetragen.

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