Welche Elektroautos sind beim Carsharing im Einsatz?

titelbild_karabag_e500Zweifelsohne wird Carsharing in der Zukunft das Angebot der individuellen Mobilität insbesondere in urbaner Umgebung bereichern. Und was könnte mehr den Nachhaltigkeitsgedanken von Modell des Autoteilens besser ergänzen als die Elektro- mobilität? 

Durch den Einsatz der Elektrofahrzeuge im Carsharing geraten zwei wesentliche Nachteile der batteriebetriebenen Autos aus dem Blickfeld der Skeptiker. Zunächst umgeht der umweltbewusste Fahrer die hohen Anschaffungskosten für das Elektroauto und/oder die monatlichen Gebühren für die Batterie. Zum anderen spielt die relativ zu den konventionellen Antrieben geringere Reichweite der rein elektrisch fahrenden Autos beim Carsharing eine unbedeutende Rolle, da laut einer Statistik des Anbieters car2go mit ihren Fahrzeugen im Schnitt Entfernungen zwischen 5 und 20 Kilometer zurückgelegt werden.

So setzt das aus einer Kooperation des Automobilherstellers Daimler und Mietwagenunternehmen Europcar entstanden Carsharing-Unternehmen car2go auf den langbekannten zweisitzigen Stadtflitzer smart fortwo in einer rein elektrischen Variante. Dabei wurde bei den smart fortwo electric drive, oder kurz smart ed, der Elektroantrieb mit 55 kW Leistung und 17,6 kWh fassenden Batterie in ein bereits bestehendes Serienfahrzeug eingesetzt. Der Zweisitzer erlaubt eine Reichweite von 145 km und fährt maximal 125 km/h schnell.

smart fortwo electic drive: Im Dienst beim car2go (Quelle: DAIMLER)

smart fortwo electic drive: Im Dienst beim car2go (Quelle: DAIMLER)

Einen anderen Weg bei der Entwicklung eines Elektroautos schlug Citroen ein. Der im firmeneigenen Carsharing-Projekt Multicity eingesetzte batteriebetriebene Citroen C-Zero wurde von Anfang an als ein reines Elektrofahrzeug konzipiert, was auch an dem unkonventionellen Karosseriedesign zu erkennen ist. Die Entwicklung als E-Auto erlaubte es die 16 kWh Batterien unterzubringen, ohne dabei Einschnitte im Innen- oder Kofferraum hinnehmen zu müssen. Der viersitzige Kleinstwagen hat eine Motorstärke von 49 kW und bringt seine Insassen maximal 150 km weit.

Der von der Deutschen Bahn ins Leben gerufene Carsharing-Anbieter Flinkster setzt auf eine elektrische Flotte unterschiedlicher Anbieter. So finden der Kunde im Angebot bereits die erwähnten Elektroautos smart fortwo electric drive und Citroen C-Zero, sowie den mit Citroen baugleichen Peugeot ION wieder. Des Weiteren steht bei Flinkster der Karabag New 500E zum Ausleihen zur Verfügung. Der deutsche Fahrzeughersteller Karabag setzt bei diesem Elektroauto den elektrischen Antrieb mit 20 kW Leitung in die Karosserie eines Fiat 500. Dank der Batterie mit 11 kWh erreicht der Viersitzer eine Reichweite von 100 km.

Wer eine längere Strecke mit dem ausgeliehenen Fahrzeug zurücklegen möchte oder Berührungs- und Reichweitenängste mit den Elektroautos hat, kann bei Flinkster auch auf den Opel Ampera zurückgreifen. Der Ampera wird von einem 111 kW starken Elektromotor rein elektrisch angetrieben, besitzt zusätzlich aber einen sogenannten Range Extender zur Reichweitenerweiterung an Board. Sollte die elektrische Reichweite von 80 km nicht reichen und die 16 kWh Batterie erschöpft sein, springt ein Verbrennungsmotor an, um einen Generator zur Stromerzeugung anzutreiben.

Opel Ampera: Mit Range Extender für eine uneingeschränkte Reichweite bei Flinkster (Quelle: FLINKSTER)

Opel Ampera: Mit Range Extender für eine uneingeschränkte Reichweite bei Flinkster (Quelle: FLINKSTER)

Schließlich ist das Carsharing nicht nur ein Mobilitätskonzept, das den Elektroautos neue Möglichkeiten eröffnet, es bietet auch einen Weg die Interessierten an das Elektroauto heranzuführen, ohne dabei hohe Anschaffungskosten auf sich nehmen zu müssen. So könnte man als Kunde bei car2go, Multicity, Flinkster und Co. gezielt ein batteriebetriebenes Auto ausleihen, um sich von seinen Vorteilen zu überzeugen und eigene Vorurteile abzubauen. Ohne Zweifel werden das Carsharing und die Elektrofahrzeuge in der Zukunft bedeutend für die Mobilität im urbanen Umfeld sein.

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